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 Die Kriese der Philosophie

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FIST
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BeitragThema: Die Kriese der Philosophie   So März 16, 2008 11:01 pm

Hi ihrsens

Gibt es heute überhaupt noch Philosophie? ich behaupte mal: grundsätzlich nein.

warum nicht?

nun, die Philosophie hat all ihre Kompetenzen abgegeben, sie dümpelt vor sich hin und weis selber nicht so recht, was sie eigentlich soll. Sie fragt nicht mehr nach den grossen Themen: Die Frage nach dem Sinn des Lebens hat sie aufgegeben, glaubt, dass sie dazu sowieso nicht in der Lage währe. Die Frage nach der Ethik hat sie grösstenteils auch aufgeben und kommentiert nur noch Entwicklungen der Medizin, der Biologie, aber nicht mehr voranschreitend und definierend, sondern von den Billigen Plätzen... Die Frage nach der Erkenntniss hat sie an die Kybernetiker abgegeben, oder an die Semiotik, wenn es gut geht - und hat dazu auch nichts mehr zu sagen, ausser vergangene Philosophen zu zitieren... über Idealismus, das Verhältniss des Transcendenten zum Imanenten oder über das Wesen des Seins denkt sie schon lange nicht mehr nach, verurteilt diese Gedanken als Esoterisch, oder aufgrund ihres Universitären Charakters als Weltanschaulich geprägt und daher im Vorhinein nicht für die Wissenschaft bestimmt. Auch das Nachdenken über Politik hat sie aufgegeben und überlässt das Denken über die Politik an sogenannte Think Tanks, deren Interessen aber weniger die Ethsche und Philosophische Fragestellung ist, sondern die der Prophitmaximierung um jeden Preis (man lässt sich shcliesslich gut bezahlen für Wahlkampfkampagnen).

Wozu existiert dann noch Philosophie, wenn die Philosophie im Grunde nicht mehr existiert? nun, dass wissen die Philosophen z.Z, auch nicht und versuchen zu Definieren, was die Philosophie nun eigentlich soll und erfinden dann wunderbar grossartig und überaus hohl klingende Definitionen, was denn die Philosophie soll... Leere Worte.

Im Grunde ist die Philosophie noch tiefer Gesunken als zur Zeit der Scholastik, als die Philosophie nur als Hilfswissenschaft der Theologie galt und die Theologie nicht in Frage stellen drufte. Die Philosophie hat diesen Frühmittelalterlichen Zustand zu überwinden gewusst und ist gestärkt aus dem Joch hervorgetretten mit einem Wissenschaftlich geschärften Blick auf die Welt und hat die Rainessance ebenso eingeleitet, wie später die Wissenschaftliche Revolution und die Aufklährung.

Heute scheint es eher so, als ducke sich die Philosophie vor sich selber, als wage sie nicht, an ihrer Geschichte zu rütteln, sie unterwirft sich selber, ist nicht einmal mehr Hilfswissenschaft, sondern nur noch ein ungehörter Kommentar während der Einschaltquoten Schwachen Zeit in langweiligen Diskussionen in Spartensendern. Zu sagen hat die Philosophie schon lange nichts mehr, zu kritisieren, aufzuschrecken, zum Denken anzuregen auch nicht mehr... vorbei sind die Zeiten als ein Sokrates noch ganz Athen in Atem halten konnte - weil er Fragen gestellt hat - vorbei die Zeiten, als ein Philosophe noch nach seiner Philosophie gelebt hat, heute sind selbst Philosophen nur noch Kopfgeburten, die auf der einen Seite versuchen zu denken, auf der anderen Seite ein Leben führen, das keine Sekunde mit ihrem Denken in Einklang ist - die Philosophen sind Bürokraten des Geistes geworden, die ihre Geistigen Aktenschränke zitieren, wenn sie danach gefragt werden und dann wieder...

Was aber währe Philosophie?

Ein radikales Infragestellen, nicht nur des Zeitgeistes, der Gedankeninhalte, sondern auch der Art des Denkens, der Art der Erkenntniss, der Sprache, der Komunkation, der Sozialen Interaktion, der Geglaubten Transcendenten Voraussetzungen. Ein Philosophe währe ein Morgenlandfahrer, der versucht ein Unbekanntes Land zu entdecken und zu kartographieren, das Land des Unterbweussten zum Beispiel, oder das Land der Zukunft, das Land des Transcendenten - ein Philosophe währe im Grunde etwas ähnliches wie ein Prophet, jemand, der von Absolutem Kündet, jemand der mit Untergang droht und Erlösung verheissen kann...

Wohingegen die Philosophie aber heute in ihrem Formalismus erstarrt ist, in einem Starren Reglement, dass ihr selber Verbietet freies Land zu erforschen, ein Formalismus der ihr Verbietet unkonventionell zu denken - sie, die Wissenschaft, die sich aufgemacht hat, Tabus zu ignorieren und zu hinterfragen, hat sich selber in unzähligen Tabus gefangen genommen und wagt nicht, die Fesseln abzuwerfen um das zu tun, was eigentlich das Ihre währe: unbekanntes zu erforschen.

lG

FIST
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Katana

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BeitragThema: Re: Die Kriese der Philosophie   Do Apr 10, 2008 3:35 am

... um ihrer wahren Bestimmung zu folgen: Nämlich in unbekannte Gefilde vorzudringen ...
... und was denkst du hast du durch dein Gedankenspiel gerade gemacht?


Euer, ständig Fesseln abwerfender Katana, die sogleich durch neue Fesseln ersetzt werden Very Happy
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FIST
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BeitragThema: Re: Die Kriese der Philosophie   Do Apr 10, 2008 12:25 pm

hi Katana

hm... ich nehme mich grundsätzlich aus allem heraus Very Happy... wenn ich sage alle, dann mein ich eigentlich damit: Alle - ausser mir Razz

hm, etwas präziser zu sein: es gibt keine Philosophie mehr im Universitär annerkannten Sinne - "freifliegende" Philosophen wird es wohl immer geben - die haben nämlich den Vorteil nicht durch Schulmeinuungen eingeengt zu werden Wink

hm... Fesseln... Nietzsche meinte einst: "ich will nicht hören, von welchem Joch ihr euch befreit habt, sondern, WOZU ihr euch befreit habt."

se Fist meint: Freiheit ist dazu dazu, um auszuwählen, wessen man nich unterwerfen will )

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FIST

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BeitragThema: Re: Die Kriese der Philosophie   Di Apr 15, 2008 11:06 pm

Tatsächlich bin ich ein aüßerst freifliegender Philosoph. Und zwar lange schon. Dabei stütze ich mich auf die Beobachtung von TV-Serien und Filmen hauptsächlich...ja...ernsthaft...oh und auch Büchern...allerdings eher aus der Ecke Diana Cooper und Thorwald Dethlefsen...
Ja, ist denke ich sehr von Vorteil, wenn man keine Schulmeinung hat.
Wobei ich mich doch dann irgendwann doch der alten Meister mal nähern sollte.
Aber der beste Meister ist finde ich doch die Beobachtung des eigenen Lebens...und das der Anderen auch, klar.
Werkzeuge dafür gibt es ja mannigfaltig.

Hoch lebe die Philosophie...sie sollte viel anerkannter sein...auch im Geschäftsleben...ja...
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FIST
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BeitragThema: Re: Die Kriese der Philosophie   Mi Apr 16, 2008 1:05 am

Zitat :
Hoch lebe die Philosophie...sie sollte viel anerkannter sein...auch im Geschäftsleben...ja...

hm... ist aber nicht sehr wahrscheinlich - zumindest so lange nicht, wie das Geschäftsleben nur in Quartalen denkt und nicht auf 10, 20, 100 Jahre hinaus...

hm... ich denk, dass ist auch der Grund, warum man heute keine Pyramiden mehr Bauen könnte: man kann nicht einmal mehr eine Lebensspanne durchdenken...

aber wohl täts dem Geschäftsleben schon... Stichwort Nachhaltigkeit

lG

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BeitragThema: Re: Die Kriese der Philosophie   Do Apr 17, 2008 10:31 pm

FIST schrieb:
hm... ich nehme mich grundsätzlich aus allem heraus Very Happy
Dafür mischst du dich in jede Debatte ein ... Ausgleich? Razz

FIST schrieb:
"freifliegende" Philosophen wird es wohl immer geben - die haben nämlich den Vorteil nicht durch Schulmeinuungen eingeengt zu werden Wink
Was ist dann Phisosophie aus deiner Sicht? Individuelle Verabeitung geistiger Zusammenhänge?
Eine Geisteswissenschaft an sich? (dann würde die Schulmeinung ja positiv wirken)
Die Chance, andere intelektuell und verbal zu überfahren?

FIST schrieb:
se Fist meint: Freiheit ist dazu dazu, um auszuwählen, wessen man nich unterwerfen will
Weil dir das schon reicht, oder weil es ohnehin keine Grenzen gibt die weiter gesteckt wären?


Euer, dem FIST seiner Lebensphilosophie mal auf den Zahn fühlender, Katana
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BeitragThema: Re: Die Kriese der Philosophie   Mo Jul 07, 2008 3:09 am

... ist die Philosophie somit schon an ihre Grenzen gestossen?


Euer, wieder mal die Klappe aufreissender, Katana tongue
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