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 Aufstände in Tibet

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FIST
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BeitragThema: Aufstände in Tibet   Mo März 17, 2008 8:00 pm

Hi ihrsens

in Tibet kommt es z.Z. zu heftigsten Konfrontationen zwischen Tibetern und der Chinesischen "Volksbefreiungsarmee"... Ausländer wurden aus Tibet ausgewiesen (offiziell aus Sicherheitsgründen) und das Chinesische Medien nicht oder nur Falsch über Tibet berichten, ist kein Wunder.

man fühlt sich gleicht an die Aufstände vor ein paar Monate in Myanmar (ehemals Burma) erinnert...

was denkt ihr dazu?

lG

FIST

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Morrighan

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BeitragThema: Re: Aufstände in Tibet   Mi März 19, 2008 4:15 am

Was ich so gar nicht verstehe - man kläre mich auf, bitte - ist: der Dalai Lama droht zurückzutreten. Ja mei - der war doch eh schon kein Oberhaupt mehr... oder was habe ich da verpasst?
*amKopfkratz*

Ansonsten finde ich es ganz schön heftig, denn man bedenke: JEDER von denen, die da auf die Strasse gehen weiß, dass ihm eine empfindliche Strafe dafür droht. Die sind da nicht zimperlich, wir reden hier auch von Todesstrafe.
Das heisst im Umkehrschluss: wer da jetzt grade auf der Strasse demonstriert, ist sich darüber im Klaren, dass er u. U. sein Leben für die Hoffnung gibt, die WELT damit auf die Zustände aufmerksam zu machen, die dort herrschen. Was aber vermutlich passieren wird ist, dass die Meldungen über Tibet schon in ein paar Tagen nur noch kleine Randnotizen in den Nachrichten sind, dann ganz verschwinden, während ein Großteil der Demonstranten dort eingesperrt oder hingerichtet wird. Denn für die Welt ist das nicht spektakulär genug, es sind doch nur ein paar Leute, die demonstrieren.

Ich habe da heute lange mit einer Freundin drüber geredet die schon viel Zeit in Tibet verbracht hat und es sich derzeit verkneift ihren Freunden dort Emails zu schreiben da sie weiß, dass sie sie damit in den Knast bringen kann. Derlei Zustände können wir uns nicht mal vorstellen. Kameras auf jedem Dach, Totalüberwachung, sofortige, gnadenlose Reaktion auf jegliches aufmucken...

Dass Touristen nicht mehr einreisen dürfen bzw. derzeit fleissig ausser Landes gebracht werden, spricht auch schon Bände, finde ich.

Soweit zur späten Stunde,

liebe Grüße
Morri
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FIST
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BeitragThema: Re: Aufstände in Tibet   Mi März 19, 2008 4:47 am

hm

ich kann Kundun schon verstehen. Denn er ist zwar nicht auf dem Papier, aber im Bewusstsein der Tibeter der Herrscher über das Tibetische Volk. Und als solcher handelt er so, wie Ghandi gehandelt hat, als es zu Gewaltanwendungen von seiten der Inder kam. Denn auch die Tibeter wenden Gewalt an. Und zum anderen muss er sich natürlich vom Vorwurf distanzieren, dass er der Drahtzieher des Aufstandes ist.

Nur gibts da zwei Unterschiede zu Ghandi, die der Dalai Lahma in meinen Augen übersieht. Ghandi und sein Aufstand war im Fokus der gesammten Weltöffentlichkeit, Tibet heute nicht, und Ghandi hatte es mit Briten zu tun und die Tibeter mit dem Kommunistischen Regime in Peking. Und Ghandi war für die Auftände verantwortlich und hat das auch nie Geläugnet. Der Dalai Lhama fällt, in meinen Augen, seinem Volk ein wenig in den Rücken, in dem er ihm die Legitimation entzieht und vor der Chinesischen Regierung katzbuckelt, und auch verlauten lässt, dass eine Unabhängigkeit Tibets gar nicht zur Debatte stehe...

Aber genau darum geht es doch: um die Unabhängigkeit Tibets, das war es auch immer, was der Lhama als Nominelles Oberhaupt repräsentiert hatte, ein eigenständiges, nabhängiges Tibet mit einer intakten Regierung.

Das sich die Weltöffentlichkeit nicht gross drum kümmert hat ich schon in Myanmar gezeigt - interessiert heute keinen mehr, und wahrscheinlich werden dort immer noch Menschen gefoltert und hingerichtet die bei den Aufständen mit dabei waren (oder auch nicht)... die Tibeter hätten wahrscheinlich viel mehr erreichen können, wenn sie bis zur Olympiade gewartet hätten, denn während der Olympiade währ es für die Chinesische Regierung unmöglich gewesen, Ausländer aus dem Land zu verweisen, sie hätte kaum eine Zensur durchsetzen können und alle Kamerateams der Ganzen Welt währen auf China gerichtet gewesen, so wird das Medienecho wahrscheinlich bis zum Beginn der Olympiade verpuffen und die Welt wird sich weiterdrehen als ob nichts gewesen währ.

Liebe Grüsse

FIST, der hofft, dass ein paar Ausländische Sportler während der Olympiade die Chuzpe haben ihre Medienaufmerksamkeit die China genau dann nicht verhindern kann für Tibet einzusetzen

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FIST
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BeitragThema: Re: Aufstände in Tibet   Di März 25, 2008 1:03 am

http://www.baz.ch/news/index.cfm?ObjectID=E1974655-1422-0CEF-7078469065D916B5

Bedenklich

wie wollen Westliche Medien denn der Chinesischen Medien Zensur und Lüge vorwerfen, wenn sie genau das gleiche selber tun?

lG

FIST

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